Wir haben Annika und Gabriel beim Styled Shoot Industrial Chic meets 1001 Nacht im Saarland kennengelernt. Wer die Zwei hinter der Kamera sind, zeigen wir euch jetzt!

Wie lange seid ihr schon Fotografen und wie seid ihr darauf gekommen euch selbstständig zu machen?

Annika: Seit 2015 bin ich Hochzeitsfotografin, Gabriel seit 2016. Mitte 2016 haben wir die GbR gegründet und sind seit dem als Paar unterwegs. Die Fotografie und alles, was in der Familien- und Hochzeitsfotografie dazu gehört, ist eine Leidenschaft von uns. Zudem stellt es auch einen wunderbaren Ausgleich zu unserem beruflichen Alltag als Ausbilder und Sozialarbeiterin da. Zu Beginn der Fotografie arbeitete ich gerade im Kinderschutz und damit mit ziemlich heftigen Themen. Da war es wunderschön, sich am Wochenende mit Liebe zu beschäftigen und wichtige emotionale Momente für andere Menschen festzuhalten. Ab Januar 2019 werde ich dann auch nur noch als Fotografin arbeiten und pausiere in der sozialen Arbeit.

Wie waren eure Anfänge?

Annika: Schon immer an Fotografie interessiert, habe ich mir 2014 eine weitere Kamera (damals Systemkamera) gekauft, da eine befreundete Fotografin mich auf die Idee und vor allem diese Leidenschaft gebracht hat. Ich begleitete sie auf Hochzeiten und setzte viele eigenen Projekte (vor allem Portraitfotografie) um. Wenn ich mir heute die Bildbearbeitung der Anfänge anschaue, muss ich manchmal etwas schmunzeln.
2015 bekam ich dann schon die ersten eigenen Aufträge für Hochzeitsreportagen, was mir auch durch zwei saarländische Fotografinnen ermöglicht wurde. Schnell stieß ich mit meiner kleinen Systemkamera an meine Grenzen und kaufte mir schon 2015 meine erste Vollformatkamera.
2015 lernten Gabriel und ich uns kennen und vor allem lieben. Als ich ihm dann sagte, dass ich im Sommer am Wochenende immer auf Hochzeiten fotografiere, wollte er diese Leidenschaft teilen und kaufte sich gleich eine Kamera. Er hatte schon Jahre vorher in der Werbebranche mit einem Freund fotografiert. Von da an fotografierten wir immer zusammen, was uns nochmal extra viel Zeit miteinander und unglaublich viel Freude bringt.

Waren es schon immer Hochzeitsbilder?

Gabriel: Nein, bei Annika waren es zu Beginn vor allem Portraits, Fashion und so weiter. Ich hatte auch mal ein Neugeborenenshooting und ging als Secondshooter zu Hochzeiten mit. Bei mir begann es vor Jahren mit Werbefotografie.

Wie lange habt ihr gebraucht euren Stil zu finden und wie würdet ihr diesen bezeichnen?

Annika: Nach ungefähr einem Jahr Bildbearbeitung hatte ich bzw. jetzt wir langsam unsere Richtung gefunden. Der Bildlook in der Bearbeitung ändert sich seit dem immer wieder minimal. Wichtig ist uns, und das zieht sich durch all unsere Bilder auch bei minimalen Nuancen-Veränderungen, dass die Bilder trotz der Bearbeitung zeitlos bleiben. Sie sollen nicht nur dem aktuellen Trend folgen. Wir wollen die Hochzeiten so abbilden, wie sie waren und wir wünschen uns, dass sich unsere Brautpaare auch noch in 10, 20, 50 Jahren ihre Hochzeitsbilder gerne ansehen.

Was fasziniert euch so an der Fotografie?

Am meisten fasziniert bzw. berührt uns, dass wir wichtige Momente, die kleinen Augenblicke und die großen Emotionen, stille Tränen, Blicke voller Stolz und Liebe einfangen können und konservieren können. Ganz oft, wenn wir die Bilder sortieren und bearbeiten kullern die Tränen bei uns, weil uns bewusst wird, wie wichtig diese Bilder sind. Seit unsere Tochter auf der Welt und nun schon 2 Jahre alt ist, ist uns noch bewusster, wie schnell die Zeit vergeht und wie wichtig jedes einzelne Foto ist.

Was fasziniert euch an Hochzeiten?

Hochzeiten sind einfach immer wieder ein Highlight. Man spürt praktisch dieses permanente Knistern in der Luft. Die Aufregung beim Getting Ready, dann der First Look mit dem großen Gefühl, die Trauung, die sich freuenden Angehörigen und Freunde. Es wird den ganzen Tag die Liebe eines Paares gefeiert. Ist das nicht schön? Gerade in dieser schnelllebigen und manchmal echt kalten und harten Zeit? Deshalb finden wir es schön, mit wie viel Liebe zum Detail Hochzeiten heute geplant werden und welchen Stellenwert sie haben. Denn wir finden: Liebe gehört gefeiert. Und wir lieben es, diese besonderen Momente festzuhalten. Außerdem fasziniert uns immer wieder, wie sehr wir einfach integriert werden. Abgesehen davon, dass wir die besten Brautpaare haben, fühlen wir uns einfach auf den allermeisten Hochzeiten wie Gäste, sind mittendrin und doch versteckt, um die Momentaufnahmen zu machen. Diese liegen uns besonders am Herzen, weil man im Nachhinein immer das Gefühl hat, den Moment wieder zu erleben.

Wie viele Hochzeiten fotografiert ihr ca. im Jahr?

Wir fotografieren jedes Jahr ca. 15 Hochzeiten. Wir versuchen diese Zahl auch so limitiert zu halten, abgesehen von der Nebensaison, um einfach für jedes unserer Brautpaare da zu sein. Wir geben immer wieder Tipps, gehen auf jeden ein und sind meist mehr als nur die Fotografen und das ist uns auch sehr wichtig. Eine Hochzeit ist so etwas Intimes, dass wir zu jedem unserer Brautpaare ein freundschaftliches Verhältnis pflegen.

Wann ist es für euch „Das perfekte Bild“?

Das perfekte Bild kann natürlich durch das perfekte Licht, die perfekte Kulisse, das perfekte Styling entstehen. Für uns ist das perfekte Bild aber vor allem, wenn es den oder die abgebildeten Menschen so zeigt, wie sie sind, wenn es vor Gefühl nur so platzt und man als Betrachter Gänsehaut bekommt. Es soll das Gefühl entstehen, dass man bei diesem besonderen Moment dabei gewesen ist.

Habt ihr ein Lieblingsbild?

Eher ganz viele Lieblingsbilder. Es sind meist die „perfekten Bilder“ einer jeden Hochzeit, auf dem man einfach die Liebe spürt und sich immer wieder zurück versetzt fühlt.

Wo auf der Welt wurdet ihr schon gebucht?

Bis jetzt waren wir nur im Saarland und in der Pfalz unterwegs und so sieht es auch für nächstes Jahr aus. In näherer Zukunft wollen wir diesen Kreis auch nicht viel weiter ziehen, da uns unsere eigene kleine Familie mit unserer Tochter und Gabriels Sohn dafür auch einfach viel wichtig ist.

Was war die verrückteste Hochzeit/das verrückteste Paar, das ihr fotografiert habt?

Wir hatten dieses Jahr eine Hochzeit eines Brautpaares, dass uns auch sehr am Herzen liegt und die zu Freunden geworden sind. Die Beiden haben beim Shooting StarWars-Masken angezogen, was schon echt total lustig war. Dazu waren die Ringe in einem Todesstern. Die beiden hatten eine freie Trauung, spielten Schere-Stein-Papier, um auszuwählen, wer mit seinen Trauworten beginnt usw. Das war schon eine ganz besondere, authentische Hochzeit. Wir haben unglaublich viel gelacht und hatten ziemlich viele Tränen vor Lachen vergossen.

Habt ihr Tipps an Brautpaare, worauf sie bei der Suche nach dem perfekten Fotografen achten sollen?

Es ist ganz wichtig, sich das Portfolio des Fotografen erst einmal anzusehen. Ihr solltet schauen, ob euch allgemein der Bildlook und die Bildsprache gefällt. Die Bilder sollten euch nicht zu hell, zu dunkel, zu farbverfälscht, zu flau oder sonst was sein. Wenn das passt, dann solltet ihr den oder die Fotografen kennenlernen. Stimmt die Sympathie? Man sollte nie vergessen, dass dieser bei den intimsten Momenten dabei ist und einen fotografiert. Und von den Charakteren sind alle anders. Es gibt die Ruhigen, die sehr zurückgezogen und „unsichtbar“ versuchen zu arbeiten (dazu würden wir uns zählen) und die Draufgänger. Jeder kommt mit einem anderen gut klar. Neben der Sympathie sollten die Fotografen ganze Hochzeitsreportagen inkl. Gästebildern, der Trauung usw. zeigen können und nicht nur Shootings oder Styled Shoots. Eine reale Hochzeit ist einfach etwas, was man können muss. Wegen Datenschutz etc. zeigen viele Fotografen wenige ganze Reportagen im Internet, aber im persönlichen Gespräch sollten sie euch welche zeigen.

So, jetzt wisst ihr wer hinter Annika & Gabriel Fotografie steckt. Nun zeigen wir euch einen kleinen Einblick in ihre Arbeit. Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autorin: Maike Baumgärtner

 

 

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