Mitte Februar haben wir uns mit Ernst Merkhofer in Wiesloch getroffen. Bei einer leckeren Runde Kaffee und Keksen hat er uns von sich und seiner Arbeit erzählt. Danach durften wir 3 seiner tollen Slideshows bewundern. Diese ist im Preis vom Angebot „Grand Dame“ enthalten. Hier wählt er die schönsten Bilder aus und erstellt mit der Lieblingsmusik des Brautpaares die Show. Das finden wir einfach nur eine tolle Dienstleistung, die wir bei ihm auch zum ersten Mal gesehen haben. Aufgrund dieser Slideshows konnten wir uns innerhalb von einer halben Stunde schnell ein Bild von Ernsts Arbeit machen und können ihn euch mit voller Überzeugung empfehlen. Im Anschluss haben wir nun das Interview, das wir mit ihm geführt haben, für euch. Ihr erfahrt mehr über seine Geschichte und seine Begeisterung zur Fotografie.

Wie lange bist du schon Fotograf und wie bist du darauf gekommen das beruflich zu machen?

Ich interessiere mich schon mehr als 40 Jahre für Fotografie. Seit 2013 arbeite ich hauptberuflich als Fotograf.

Mit was für einer Art von Fotografie hast du gestartet und was machst du jetzt hauptsächlich?

Analog Film, hauptsächlich Schwarz-Weiß waren meine Anfänge mit einer Spiegelreflexkamera. Entwickelt wurde in der Dunkelkammer eines Freundes.
Später, als ich anfing auch auf Reisen zu fotografieren kamen Diafilme hinzu. Damals interessierte ich mich hauptsächlich für Landschaftsfotografie und wählte meine Reiseziele entsprechend aus. Heute fotografiere ich leidenschaftlich Hochzeiten und bin begeistert von der Portrait Fotografie. Die Landschaftsfotografie, mit den Möglichkeiten die wir heute durch die Digitalisierung erfahren haben, ist für mich noch immer immens wichtig und ist für mich eine Art ZEN bzw. Erdung in unserer schnelllebigen Zeit.

Wie lange hast du gebraucht deinen Stil zu finden (oder entwickelt man sich immer weiter und der Stil ändert sich?) und wie würdest du diesen beschreiben?

Oje, über Stil können wir lange diskutieren und wohl nur begrenzt eine gemeinsame Ebene erreichen! Ist es schon Stil, wenn ich über alle meine Fotos ein derzeit beliebtes Preset drüber streiche? Oder doch eher „Look“? Ich kann euch erzählen, wie ich fotografiere: So authentisch wie möglich! Ich versuche immer mit den vorhandenen Gegebenheiten (Zeit, Ort, Anlass) und dem zur Verfügung stehenden Handwerkszeug ein natürliches, kraftvolles aber vor allem echtes Bild zu schaffen. Licht-Schatten,  Schärfe-Unschärfe, Farbe-Monochrom, man sieht eine Szene/Situation und vor dem geistigen Auge  entsteht bereits das fertige Bild, das es nun mit der Kamera umzusetzen gilt. Stil ist für mich, meine Sicht auf die Welt, wie ich Situationen wahrnehme oder durch Erfahrung erwarte, dass sie passieren werden und diese Wahrnehmung auf die Zweidimensionalität eines Bildes zu reduzieren.

Was fasziniert dich so an der Fotografie?

Mich fasziniert die unglaubliche Vielfalt der verschiedenen Genres und dort wiederum die verschiedenen Ausprägungen. Ebenso begeistert bin ich vom Technikwandel, es gibt immer Neues zu entdecken und die Digitalisierung wird für uns noch die eine oder andere Überraschung parat haben. Es ist ein ständiger Lernprozess und man kann sich immer wieder neue Räume erschließen.

Was fasziniert dich an Hochzeiten?

Emotionen, echte ungestellte Emotionen faszinieren mich.
Während einer Hochzeitsreportage gibt es so viele kleine Momente die den Tag einzigartig machen, diese zu erkennen und festzuhalten zu dürfen ist ein Privileg.

Wann ist es für dich „Das perfekte Bild“?

Vom technischen Aspekt abgesehen ist für mich ein perfektes Bild, wenn es beim Betrachter Emotionen auslöst.

Wo auf der Welt wurdest du schon gebucht?

Derzeit hauptsächlich in Deutschland, aber wer meine Arbeiten kennt weiß, dass ich mich auch gerne in Italien aufhalte. Ob in Rom, wo ich für mein neues Segment
„Ernst Merkhofer Exclusive“ eine eigene Strecke fotografierte oder im Val d’Orcia in der Toskana für meine Landschaftsworkshops. Die Kontakte sind geknüpft und ich hoffe dort in der nächsten Zeit Hochzeiten und verliebte Pärchen fotografieren zu dürfen.

Was war die verrückteste Hochzeit/das verrückteste Paar, das du fotografiert hast?

Eine sehr, sehr kleine Hochzeit auf Rügen an der Ostsee! Es war die bisher kleinste Hochzeitsgesellschaft für mich. Zwei Erwachse, drei Kinder! Es ist eine großartige Patchworkfamilie. Braut und Bräutigam kennen sich schon aus der Jugend, wurden dann aber in verschiedene Himmelsrichtungen und verschiedene Ehehäfen verstreut. Aber die Liebe hat die beiden viele Jahre später doch wieder zusammengebracht. Vielleicht könnte man dazu auch Elopment sagen, aber sie sind ja nicht ausgerissen und haben spontan geheiratet, sondern eigentlich das gemacht, das ich allen Brautpaaren empfehle: Macht euer Ding und lasst euch nicht in die Vorstellung anderer, wie der Tag ablaufen muss, hineinzwängen. In diesen zwei Tagen sind sehr starke, natürliche Portraits entstanden. Für mich ein absolutes Highlight. Glück hatten wir mit dem Wetter und die kleine Familienparty am Strand mit Lagerfeuer und einem fantastischen Sonnenuntergang war das iTüpfelchen.

Hast du Tipps an Brautpaare, worauf sie bei der Suche nach dem perfekten Fotografen achten sollten?

Lernt den/die Fotografen/in persönlich kennen. Geht nicht nur nach dem Preis. Euch müssen die Arbeiten, die auf echten Hochzeiten entstehen, gefallen. Lasst euch echte Hochzeiten vom Fotografen zeigen. Stimmt die Chemie? Macht einen Plan, aber lasst für Spontanität etwas Raum. Mehr dazu auf meiner Seite unter Tipps und Tricks.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autorin: Maike Baumgärtner

 

 

 

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