Endlich können wir euch wieder über eine magische Real Lovestory berichten. Es geht um die Hochzeit von Johanna und Alex. Die Zwei haben sich bei der Arbeit kennen- und lieben gelernt. Johanna hatte dort 2011 einen Ferienjob und Alex hatte gerade mit seiner Ausbildung begonnen. Johanna war frisch Single und wollte gar keine neue Beziehung, doch Alex Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt und die beiden wurden doch ein Paar.

Gesagt – Getan

Wir stellen unseren Brautpaaren auch immer die Frage wann und wo der Antrag stattgefunden hat. Bei Johanna und Alex mussten wir schmunzeln: Sie waren zu ihrem 6. Jahrestag in einem Spa und er fragte sie, was man eigentlich machen müsste, um zu heiraten. Sie antwortete trocken „vermutlich zum Amt gehen“.  Gesagt – getan. Zwei Wochen später fand am 14.10.2017 die standesamtliche Trauung der beiden statt. Das nennen wir mal spontan! 😊 Dass sie jedoch gerne 1 Jahr mindestens verlobt wäre, hat Alex in diesem Moment nicht beachtet. Doch ganz aus seinem Kopf war es nicht. Am Morgen der standesamtlichen Hochzeit, bei einem gemeinsamen Fotoshooting, ging er auf die Knie und hielt ganz traditionell um ihre Hand an. Und aus einem Jahr verlobt sein, wurde eine Stunde. 😉

Im Nachhinein erzählte ihr Alex, dass er schon lange einen Antrag geplant hatte, jedoch wusste, dass sie unbedingt Bilder davon haben möchte. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich jedoch nie die Gelegenheit geboten ein gemeinsames Shooting zu organisieren, bei dem er die Frage aller Fragen stellen konnte ohne, dass sie Wind davon bekommen würde, um was es geht.

Die magische Trauung

Die Freie Trauung fand daraufhin mit 120 Gästen am 14.07.2018 statt. Zur anschließenden Party kamen noch 50 weitere hinzu. Geheiratet wurde in einem Waldstück in der Nähe des Wohnorts, in dem Johanna aufgewachsen ist. Dieser Wald hat für sie eine große Bedeutung und als wir dies hörten, bekamen wir Gänsehaut. Johanna ist ohne Vater aufgewachsen, deswegen war ihr Opa für sie wie ein Papa. Vor 4 Jahren verstarb er plötzlich und konnte leider nicht körperlich bei der Hochzeit anwesend sein. Im Waldstück, in dem die beiden getraut wurden, war sie oft mit ihrem Opa spazieren oder Holz machen. So konnte sie an diesem besonderen Tag trotzdem in Gedanken bei ihrem Opa sein, weil dieser Ort sie verbindet. Während der Trauung fiel auch auf einmal ein Sonnenstrahl durch die Baumkrone und blendete sie. Normalerweise glaubt sie nicht an solche übernatürlichen Dinge, doch dieser Moment war einfach nur magisch.

Am Tag der Hochzeit waren beide komplett überwältigt von ihren Gefühlen. Ihr Traum ist wahr geworden. Aber leider fühlte es sich so an, als wäre alles innerhalb kürzester Zeit verflogen, obwohl sie bis 6 Uhr morgens gefeiert haben. Pannen gab es auch so gut wie keine. Natürlich geht immer mal etwas schief, man darf sich nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Beim First Look Shooting wurden sie zum Beispiel unterbrochen und mussten sich beeilen, da der Bus der Gäste doch schon unterwegs war und keiner sollte sie davor sehen. Aber alles in allem lief die komplette Hochzeit nach Plan.

Die Hochzeitsvorbereitungen

Die Hochzeitsvorbereitungen für die große Feier liefen ohne Enttäuschungen oder Rückschläge ab. Da Johanna seit mehreren Jahren als Fotografin arbeitet und diverse Hochzeiten gesehen hat, waren die Pläne fertig zur Umsetzung. Die Gästeliste hatten sie bei einer langen Autofahrt zusammengeschrieben und die DIY-Projekte haben sie nach und nach erledigt. Bei den beiden war auch so gut wie alles DIY. Von der Papeterieserie, über die komplette Deko, hin zu der Brezelwand. Alles war DIY. Ihr Stil? Ungezwungen, wild und trotzdem elegant. Das hört sich doch mal gut an, oder? 😊

Die Blumen hat eine gute Freundin von ihr gebunden und auch Johanna hat dabei geholfen. Das Kleid hat sie aus einem kleinen Brautladen in Hassfurt. Dort hat schon ihre Mama DAS Kleid gefunden. Eigentlich hatte sie keine Hoffnungen so schnell das perfekte Brautkleid zu finden. Doch siehe da! Kleid Nummer 2 wurde es. Es war Liebe auf den ersten Blick und sie konnte sich auch die Tränen nicht verkneifen. Als Sänger haben Alex und Johanna living contrasts gebucht und Haare & Make-up zauberte die liebe Tamara von Mara Style. Essen und Getränke wurden von einem alten Freund von Alex Vater serviert. Fotografiert wurde von Laura Schraudner Und sonst hatten sie tatkräftige Unterstützung durch ihre Familien und Freunde.

Tipps von Braut an bride to be

Johanna: „Entspannt euch, genießt die Vorbereitung, arbeitet als Team und nicht gegeneinander. An alle Bräuten: Überlasst dem Bräutigam auch mal ein paar Aufgaben und fragt ihn nach seiner Meinung – seid nicht böse, wenn er mal nicht die Freude für Deko & Co. aufbringen kann. Männer sind einfach anders.

Plant weniger… Man braucht nicht unbedingt Gastgeschenke, feste Tagespunkte oder ein erzwungenes großes Gruppenfoto. Versucht den Tag zu genießen und alles in euch aufzusaugen, denn er geht wirklich viel zu schnell vorbei. Einfach mal 5 Minuten hinsetzen und sich das Treiben anschauen!

Spart an allem, aber nicht am Fotografen. Alles vergeht nach einer Weile, aber was euch für immer bleibt, sind die Bilder. Während der Trauung ist es schön, wenn auf Handys verzichtet wird, aber ansonsten sind auch Momentaufnahmen von den Gästen unfassbar wertvoll!

Was ich als ehemalige Braut und auch ein Stück weit als Fotografin wirklich jedem sagen und empfehlen kann: ein First Look Shooting. Ich dachte früher immer, ich finde es doof, wenn ER mich vor der Trauung sieht, jedoch war es zweimal superaufregend. Beim First Look Shooting war es so intim, nur wir beide und wir haben uns in Ruhe anschauen und Gefühle, Gedanken und auch Emotionen gegenüber dem anderen austauschen können. Es war sehr intensiv und vor allem wundervoll. Beim Einzug mit meinem Stiefpapa war ich mindestens genauso aufgeregt, hatte die Augen nur auf meinen Liebsten gerichtet und er auf mich – wieder ein so emotionaler und wundervoller Moment. Nach der Trauung geht es dann sofort weiter und wir hatten gar keine Zeit groß etwas zueinander zu sagen. Deswegen bin ich froh, das First Look Shooting gemacht zu haben.

Und ansonsten macht einfach das, was ihr für richtig empfindet und nicht das „was man halt so macht“. Erzählt nicht so viel euren Familien und Freunden, denn jeder hat seine Meinung und redet euch zur Not mal etwas aus. Außerdem ist es für die anderen auch eine viel größere Überraschung. Von unserer Location im Wald wussten zum Beispiel (neben der Gemeinde) nur unsere Eltern und Trauzeugen. Zeigt euer Kleid vorher niemandem und auch den Anzug nicht. Setzt mehr auf Überraschungen, denn dank Pinterest & Co. kann man die Hochzeitswelt nun mal nicht neu erfinden, jedoch gibt es so viele schöne Ideen und es ist immer aufregend, wenn man vorher nicht so viel plant und weiß – auch als Gast!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autorin: Maike Baumgärtner

 

 

 

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